MEHRWEG
LÖSUNGEN

Ihr seid auf der Suche nach einem passenden Mehrwegsystem für euren Betrieb, wisst aber noch nicht welches System die richtige Lösung für euch ist?
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Optionen: Ihr könnt kundeneigene Behältnisse befüllen, ein bestehendes Poolsystem nutzen oder ein eigenes Pfandsystem etablieren. Kleine Betriebe müssen kundeneigene Behältnisse befüllen, während große Betriebe verpflichtet sind, sich einem Poolsystem anzuschließen oder ein eigenes Pfandsystem einzurichten.
Übrigens: Um das passende System für euch zu finden, haben wir für euch eine Entscheidungshilfe erstellt.

Befüllung
kunden
eigener
Behält
nisse

Mehrweg niedrigschwellig und kostengünstig gestalten – das geht. Indem ihr einfach kundeneigene Behältnisse befüllt. Das Label „Einmal ohne, bitte“ kennzeichnet Läden und Ladentheken, bei denen Kund*innen eigene Verpackungen befüllen lassen können. Egal ob Bäckerei, Metzgerei oder Frischetheke – alle können mitmachen. Teilnehmende Geschäfte erhalten kostenloses Infomaterial und werden auf der digitalen Karte gelistet. Das schafft Klarheit, sowohl auf Seite der Kund*innen als auch beim Verkaufspersonal.

Was ihr dabei aus hygienischer Sicht bedacht werden sollte, findet ihr hier.

Betriebe unter 80 Quadratmetern und mit max. fünf Mitarbeitenden sind verpflichtet kundeneigene Behältnisse zu befüllen.

Mehrweg
pool-systeme

In München gibt es verschiedene Anbieter von sogenannten Mehrweg-Poolsystemen. Diese Anbieter haben sich auf Mehrweg spezialisiert und bieten ihre Mehrwegprodukte Gastronom*innen als Serviceleistung an.

Das Prinzip ist einfach: gegen einen Mitglieds- oder Nutzungsbeitrag stellen sie euch Mehrwegschüsseln und -becher zur Verfügung, die ihr dann entweder gegen Pfand oder via App an eure Kundschaft ausgebt. Schüsseln und Becher von dem System, das ihr ausgebt, nehmt ihr auch wieder zurück. Nach der Rückgabe wird das Mehrweggeschirr gespült und kann anschließend wieder an eure Kund*innen ausgegeben werden. So entsteht ein Kreislaufsystem in dem kein Müll für Essensverpackungen anfällt.

Wie genau die einzelnen Systeme funktionieren und welches Sortiment jeder Anbieter hat, könnt ihr weiter unten nachlesen.

Betriebe über 80 Quadratmeter und mit mehr als fünf Mitarbeitenden müssen ein Poolsystem nutzen oder ein eigenes Pfandsystem etablieren.

RECUP/REBOWL

Das Münchner Unternehmen RECUP setzt sowohl bei seinen Schüsseln (5€) als auch Bechern (1€) auf Pfand, das Kund*innen nach Rückgabe (etwa bei teilnehmenden Partnern oder Automaten) zurückbekommen.

Für teilnehmende Betriebe fällt eine monatliche Benutzungsgebühr an, Pfand läuft als durchlaufender Posten.

Das Produktsortiment besteht aus RECUP-Bechern, passenden Pfanddeckel sowie REBOWL-Schalen.

In München gibt es über 780 RECUP/
REBOWL-Partnerbetriebe, die ihr auf der Karte auf der Webseite finden könnt.

RECUP arbeitet mit den Lieferservices Lieferando, Wolt und Uber Eats zusammen.

Relevo

Das Münchner Unternehmen Relevo nutzt eine digitale Lösung: Kund*innen scannen bei der Ausleihe und Rückgabe den QR-Code auf dem Geschirr mit Hilfe der Handykamera oder kostenlosen App ab.

Für teilnehmende Betriebe fällt ein Nutzungsentgelt pro Gefäßnutzung an. Hierbei entsteht keine Vorfinanzierung der Geschirrteile. Die Teilnahme ist monatlich kündbar.

Das Produktsortiment besteht aus Bechern und Schalen aus Kunststoff und Glas sowie Burger-, Pizza- und Sushi-Boxen.

In München gibt es knapp 300 Relevo-Partnerbetriebe, die ihr in der Relevo-App finden könnt.

Relevo arbeitet mit den Lieferservices Lieferando, Wolt und Uber Eats zusammen.

Vytal

Vytal nutzt eine digitale Lösung: Kund*innen und Betriebe benötigen zum Ausleihen und zur Rückgabe der Schüsseln und Becher entweder eine kostenlose App oder eine Offlinekarte, die für 10€ erworben werden kann.

Für teilnehmende Betriebe fällt neben einem Einstiegsbetrag ein Nutzungsentgelt pro Gefäßnutzung an. Die Teilnahme ist monatlich kündbar.

Das Produktsortiment besteht aus Bechern und Schalen aus Kunststoff sowie Burger-, Pizza- und Sushi-Boxen.

In München gibt es über 200 Vytal-Partnerbetriebe, die ihr auf der Karte auf der Webseite finden könnt.

Vytal arbeitet mit den Lieferservices Lieferando, Wolt und Uber Eats zusammen.

 

* Die hier aufgeführten Mehrweg-Poolsysteme sind die derzeit etablierten Anbieter in München. Diese Übersicht (Stand Juni 2023) wird je nach Entwicklung auf dem Markt laufend ergänzt und ist daher nicht abschließend. Auch ist dies nur eine Information und keine Empfehlung für einen der genannten Anbieter. Eine Übersicht über alle Mehrweg-Poolsysteme in Deutschland findet ihr hier.

Die Behältnisse aller hier aufgeführten Unternehmen sind geeignet für Industriespülmaschinen, stapelbar, bruch- und kratzfest sowie auslaufsicher.

Eigenes Pfand
system

Selbermachen ist euer Motto – auch beim Aufbau eines eigenen Pfandsystems? Das ist möglich, will aber gut überlegt sein. Die Verpackungen müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:

  • lebensmittelecht (erkennbar an dem Glas-Gabel-Symbol),
  • geschmacks- und geruchsneutral,
  • gut schließbar/ auslaufsicher,
  • hitzebeständig (wenn heiße Speisen eingefüllt werden sollen),
  • leicht zu reinigen,
  • gastrospülmaschinentauglich,
  • stapelbar,
  • robust (bruchsicher und kratzfest)


Verschiedene Materialien und Anbieter kommen dafür in Frage. Auch eine Kooperation mit anderen Gastronom:innen ist möglich. Für Kund:innen ist ein eigenes Pfandsystem im Vergleich zu anderen Systemen weniger attraktiv, da sie die Behältnisse im gleichen Betrieb zurückgeben müssen.
Mehr Informationen hier.

Ganz
heitlich
Nachhaltig

Die Mehrwegsysteme RECUP/REBOWL und Vytal sind mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Damit wird garantiert, dass die Schalen und Becher ohne umwelt- und gesundheitsbelastenden Materialien hergestellt werden, recyclingfähig und langlebig sind, und am Ende des Produktzyklus der wertstofflichen Verwertung zugeführt werden. Mehr Infos dazu findet ihr hier.
Die Schalen und Becher vom Mehrwegsystem Relevo werden BPA- & schadstofffrei ohne Weichmacher oder Melaminfrei hergestellt, sind langlebig, und werden am Ende des Produktzyklus vom Hersteller zu 100% inhouse-recycelt. Mehr Infos dazu findet ihr hier.